Viele Menschen in den abgelegenen Dörfern an den Ufern des Amazonas sind von der Außenwelt abgeschnitten - sowohl durch den riesigen Fluß, als auch durch fehlenden Strom, Telefon und Computer. Straßen gibt es kaum, Boote sind häufig die einzige Verbindung zur Außenwelt.
Giovane da Silva, Lehrer in Aveiro, einem Dorf am Ufer des Amazonas in Brasilien, erinnert sich: „Früher musste ich den Unterricht oft ausfallen lassen, weil ich kein Lehrmaterial und keine Bücher hatte. Viele Schüler schafften den Schulabschluss nicht.“
Doch jetzt hat Alveiro ein Gemeindezentrum, ausgestattet mit Computern, Internetzugang, Unterrichtsräumen und einer Solaranlage. Errichtet wurde es von der brasilianischen Organisation CEAPS-Projeto Saúde e Alegria. Hier lernen nicht nur Schüler, sondern auch ältere Dorfbewohner begeistert, mit Computern umzugehen. Sie informieren sich über Gesundheitsvorsorge, über aktuelle Marktpreise ihrer Produkte und Absatzchancen. Schon viele Bauern erzielen heute ein höheres Einkommen. Auch Ärzte nutzen das Zentrum. Über das Internet können sie in Notfällen schnell mit dem nächstgelegenen Krankenhaus Verbindung aufnehmen. Und Giovane da Silva freut sich: „Jetzt kann ich wieder unterrichten, das Unterrichtsmaterial hole ich mir über das Internet.“
„Das Gemeindezentrum ist unsere Rettung“- darin sind sich die Dorfbewohner einig. Mittlerweile kommen viele aus entfernt liegenden Dörfern, um sich im Gemeindezentrum Hilfe zu holen.
Noch mehr Menschen am Amazonas sollen eine Chance auf Bildung und Entwicklung bekommen. Deshalb unterstützt das Lateinamerika-Zentrum seine Partnerorganisation CEAPS beim Bau von 5 weiteren Gemeindezentren. Auch diese sollen mit Unterrichtsräumen, Solaranlagen und Internetzugang ausgestattet werden.
Die LAZ-Mitarbeiterin Maria Christina Bosch-Hoffmann war zu Besuch in unserem Projekt im brasilianischen Amazonas-Gebiet.

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