In diesem strukturschwachen Gebiet, in dem das Trinkwasser knapp oder verunreinigt ist, gibt es keine Kanalisation. Die Bewohner sind oft unterernährt und medizinisch völlig unterversorgt. Die Familien leben in sehr unhygienischen Wohnverhältnissen. Die Kinder essen aus den gleichen Schüsseln wie die Hunde, sie sitzen auf dem Lehmboden und trinken verunreinigtes Wasser.
Unterernährung, Parasiten, Verdauungsprobleme, Haut- und Atemerkrankungen, Tuberkulose und Karies sind nur einige der Krankheiten, die hier alltäglich sind. Selbst die einfachsten Krankheiten wie beispielsweise Durchfall können bei unterernährten Kindern zum Tod führen.
In den öffentlichen Gesundheitszentren gibt es keine Ärzte. OLAEZ hat sich deshalb das Ziel gesetzt, den hier in Armut lebenden Menschen das notwendige Wissen zu vermitteln, um sich und ihre Kinder vor Krankheiten zu schützen.
Dazu führen die Mitarbeiter von OLAEZ Reihenuntersuchungen durch. Besonders die Mütter werden durch Kurse über Ernährung, Krankheitsprävention und Hygiene geschult. Sie lernen, gut und ausgewogen zu kochen, und die Zubereitung und Anwendung von Heilkräutern. Außerdem unterhält OLAEZ eine kleine Apotheke und eine Miniklinik.
Durch diese einfache aber effektive Vorgehensweise ist die Kindersterblichkeitsrate in dem Andengebiet Yungay in Peru bereits erheblich gesunken. Die Kinder erkranken seltener an Tuberkulose. Auch die Cholera konnte weitestgehend eingedämmt werden.
Kinder wie Fernando haben ein Recht auf Leben und Gesundheit!