Klimaschutz und Armutsbekämpfung

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Klimaprojekt

Bewusstseinsbildung für den Zusammenhang von Umwelt-/Klimaschutz und Armutsbekämpfung

Deutschland: Entwicklungspolitische Bildung

  • Hintergrund des Projekts

    Viele Menschen in Deutschland verbinden mit dem Klimawandel eine Bedrohung in der (fernen) Zukunft. Dabei hat der verantwortungslose Umgang mit unserer Umwelt starke Auswirkungen, unter welchen besonders die Bevölkerung in den Entwicklungs- und Schwellenländern leidet. Das hier vorgestellte Projekt hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, das Bewusstsein für den Zusammenhang von Umwelt-/ Klimaschutz und Armutsbekämpfung zu stärken.

    Die südamerikanischen Länder Bolivien, Brasilien und Chile stehen dabei im Fokus. Der Klimawandel bedroht beispielsweise das Ökosystem am Amazonas. Der fortschreitende Verlust des dortigen Regenwaldes hat wiederum einen entscheidenden Einfluss auf das gesamte Weltklima. Der stetige Temperaturanstieg bringt auch die tropischen Gletscher in den Anden Boliviens und Chiles zum Schmelzen. Wetterextreme wie ungewöhnlich lange Dürreperioden oder Jahrhundertfluten durch starke Regenfälle haben sich in den vergangenen Jahren abgewechselt. Ganze Ökosysteme sowie die Lebensbedingungen von Mensch und Tier verändern sich durch den Klimawandel irreversibel.

  • Unser Projektpartner in Brasilien

    Das Projeto Saúde e Alegria ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in der Stadt Santarém im brasilianischen Amazonasgebiet. Das Team von Projeto Saúde e Alegria ist in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Kultur und Umweltschutz tätig. Es fördert partizipative Prozesse zur integrierten und nachhaltigen Gemeindeentwicklung, die zur Verbesserung der politischen Prozesse, Lebensbedingungen und Bürgerrechte beitragen sollen.

    Mit ihrer Arbeit erreicht die Organisation ca. 30.000 Menschen, die in verstreut liegenden Dörfern am Amazonas und seinen Nebenflüssen wohnen. Die Menschen im Einzugsgebiet des Projekts leben von der Jagd, vom Fischen, von Produkten des Waldes und dem Ackerbau. Sie spüren den Klimawandel bereits in ihrem täglichen Leben. Aufgrund der starken Entwaldung ist die Selbstversorgung der Menschen gefährdet – und damit auch ihre Existenzgrundlage. Das Lateinamerika-Zentrum arbeitet seit 1994 erfolgreich mit Projeto Saúde e Alegria zusammen.

  • Unser Projektpartner in Bolivien

    La Paz, der Regierungssitz Boliviens, liegt zwischen 3.000 und 4.000 m Höhe im Tal des Flusses La Paz.  Seit der Gründung der Stadt kam es immer wieder zu Katastrophen durch Erdrutsche und Überschwemmungen. Ausgelöst werden diese durch langanhaltende Regenfälle oder durch besonders intensive Niederschläge.

    Die Stadt La Paz installierte 2006, u. a. in Kooperation mit der Bundesstadt Bonn, ein Frühwarnsystem. Dieses warnt die Bevölkerung im Falle eines gefährlichen Naturphänomens rechtzeitig und hilft so, Menschenleben zu retten und Schäden an der Infrastruktur zu verringern. Gleichzeitig fördert unser Partner die nachhaltige Sensibilisierung als Maßnahme zur Armutsbekämpfung und möchte in Zukunft ein Warnsystem vor Erdrutschen entwickeln, da rund 70 % der Fläche von La Paz rutschgefährdet ist.

    In der nächsten Zeit wird ein Film über das Frühwarnsystem entstehen, welcher den Zusammenhang von Anpassung an den Klimawandel als Maßnahme zur Armutsbekämpfung veranschaulicht.

     

  • Unser Projektpartner in Chile

    Die Universidad de Talca widmet sich seit 1981 der Ausbildung und Forschung in Chile. Etwa 9.000 Studenten sind in graduierten und post-graduierten Studiengängen immatrikuliert. Der fachliche Schwerpunkt der Universität liegt in der Forschung im natur- und ingenieurswissenschaftlichen Bereich. Ihr Selbstverständnis als renommierte internationale und innovative Universität findet ihren Ausdruck auch in der Übernahme sozialer Verantwortung. Als Impulsgeber und Multiplikator unterstützt sie aktiv die regionale Entwicklung.   

    Zum anderen sind Umweltbewusstsein und Klimaschutz wichtige Aspekte des alltäglichen Lebens in Chile, die ebenfalls Eingang gefunden haben in der Arbeit der Universität. So ist die Universität für die Umsetzung des staatlichen Wissenschaftsprogramms „Explora“ in der Region verantwortlich: „Explora“ bringt Kindern und Jugendlichen Wissenschaft näher und motiviert sie, sich dafür zu interessieren.  In Klimaforschung und -schutz verbindet die Universität ihre Stärken in Forschung und Entwicklung.

Kurzfilm aus Brasilien

Unser brasilianischer Projektpartner Projeto Saúde e Alegria hat einen Kurzfilm über Wiederaufforstungsmaßnahmen im Amazonasgebiet in Brasilien gedreht. Der Film entstand im Rahmen des von der EU finanziell unterstützten Bildungsprojekts "2 Grad mehr - na und? Klimaschutz auf lokaler Ebene als Bestandteil der Armutsbekämpfung", in dem das LAZ Hauptpartner ist. 

Mehr Informationen unter www.protect-the-climate.eu.

Kurzfilm aus Brasilien

Der Kurzfilm aus Brasilien zum Projekt wurde vom Projeto Saúde e Alegria im vergangenen Jahr gedreht. Im Film werden die klimatischen Veränderungen in der Region des Amazonas beschrieben und sowohl die einheimische Bevölkerung als auch Wissenschaftler zu ihren Einschätzungen befragt. Dabei bekommen die ZuschauerInnen einen Eindruck davon, wie die Menschen in der Region leben und welchen Einfluss der Klimawandel jetzt und in Zukunft auf ihre Lebensbedingungen hat.

Publikationen

Pressemitteilung

Pressemitteilung zum Projektstart: Download als PDF-Datei hier runterladen.

 

 

 

 

Flyer

Der Flyer informiert über das Projekt: Download als PDF-Datei hier runterladen.

Für den Erhalt einer Druckversion nutzen Sie bitte unser Kontaktformular.

Project summary

Many people in Germany believe that climate change is a threat of the (distant) future. However, the irresponsible use of our environment has various effects with regard to global ecology, economy and the different societies. Especially people in developing or threshold countries suffer from these climatic changes in their daily lives. The project “The social impact of climate change and the question: What can we do?” presented here intends to strengthen the awareness for the connection between climate protection/environmental conservation and the fight against poverty.

The three South American countries Bolivia, Brazil and Chile exemplify the climatic changes of today. Climate change endangers the Amazonian ecosystem in Brazil. The progressive loss of the local rainforest has a significant impact on the global climate. In addition, many glaciers in the tropical Andes of Bolivia and Chile are melting because of the continuous rise in temperature.  Extreme weather events such as more extensive dry seasons or heavy flooding due to massive rainfall took turns in recent years. As a result, whole ecosystems as well as the living conditions of human beings and animals are changing irreversibly. The project provides an insight on the problems of climate change and shows innovative measures in the respective countries to adapt to the changes and to mitigate climate change.


Dieses Projekt wird durchgeführt mit finanzieller Unterstützung des BMZ und der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen.


Für den Inhalt der Projektpublikationen ist der Herausgeber allein verantwortlich.


Aktivitäten und Ergebnisse

Die ersten Schulen haben ihre Fotos eingereicht:

Heinrich-Böll-Gymnasium in Troisdorf

Europaschule in Bornheim

Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium in Bonn

 

Unsere Projektpartner

  • Logos der Projektpartner