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Ein kurzer Überblick (Zahlen und Fakten)

  • Territoriale Eingliederung
  • Geschichte
  • Bevölkerung
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Soziale und wirtschaftliche Probleme
  • Kultur

Chile

Territoriale Eingliederung

Die Republik Chile dehnt sich in Südamerika über eine Länge von mehr als 4.000 km aus, ist aber im Durchschnitt nicht einmal 200 km breit. Begrenzt wird das Land im Norden von Peru sowie im Osten von Bolivien und Argentinien. Der Pazifik bildet die langgezogene, natürliche Grenze im Westen. Zur Landesfläche zählen verschiedene Inseln im Pazifik sowie die sagenumwobene Osterinsel. Des Weiteren beansprucht Chile einen Teil der Antarktis.

Chile verfügt durch seine verschiedenen Höhen- und Klimazonen über eine reiche Vielfalt unterschiedlichster und sehr sehenswerter Landschaften. Von der Atacamawüste im Norden über die gemäßigte, bevölkerungsreiche Zone in der Mitte Chiles bis in den Süden nach Patagonien und Feuerland gibt es jede Menge zu bestaunen.

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Geschichte

Etwa 13.000 Jahre v. Chr. siedelten die ersten Menschen im heutigen Staatsgebiet Chiles. Später gehörte der Norden bis zu seiner Eroberung durch die Spanier kurzzeitig zum Inkareich. Chile beherbergte verschiedene Volksgruppen, die lange Zeit fälschlicherweise unter dem Begriff Araukaner subsumiert wurden. Im Süden leisteten die Mapuche in zahlreichen Kriegen erbitterten Widerstand gegen die ankommenden Spanier. Im Jahr 1520 entdeckte der Portugiese Ferdinand Magellan während seines Versuches, die Erde zu umsegeln, die nach ihm benannte Magellanstraße, die an der heutigen Südspitze Chiles liegt. Die erste permanente Siedlung der Europäer war das 1541 durch Pedro de Valdivia gegründete Santiago. Seit 1542 war Chile Bestandteil des spanischen Vizekönigreiches Peru. Der Konflikt, der als Arauco-Krieg (Guerra de Arauco) bezeichnet wird, verhinderte eine spanische Besiedlung der südlichen Hälfte Chiles nachhaltig. 1778 wurde Chile zum eigenständigen Generalkapitanat mit Handelsfreiheit innerhalb des spanischen Königreiches. Zwischenzeitlich wurde eine unabhängige Mapuche-Nation anerkannt.

Nach dem Spanischen Unabhängigkeitskrieg erklärt Chile im Jahre 1818 seine Unabhängigkeit vom spanischen Königreich. Die folgenden Jahre sind von verschiedenen Stürzen der Staatsoberhäupter geprägt. Erst 1833 entstand eine streng präsidiale Verfassung, die Chile eine lange Zeit der Stabilität (1833-91) gewährte. Chile wurde zur ökonomisch stärksten Region in Südamerika und vergrößerte sein Territorium in mehreren Kriegen, u. a. mit Chile, Bolivien und erneut mit Spanien, stark.

Im Verlaufe des 19. Jahrhunderts wanderten verstärkt auch nicht-spanische Europäer nach Chile ein; darunter Deutsche, deren Spuren noch heute vor allem im südlichen Mittelteil des Landes zu sehen sind.

Im Salpeterkrieg (1879-1883) eroberte Chile Teile der bis dahin zu den Nachbarländern Peru und Bolivien gehörenden Atacamawüste. Dadurch verlor Bolivien seinen freien Zugang zum Pazifik. In den eroberten Gebieten wurden später große Kupfervorkommen gefunden.
1891 kam es in Chile zum Bürgerkrieg, da sich das Parlament und die Marine dem damaligen Präsidenten José Manuel Balmaceda widersetzte, welcher den Krieg verlor und danach Selbstmord beging. Insgesamt starben in diesem Konflikt rund 6.000 Menschen. Bis 1916 wurde daraufhin ein parlamentarisches Regierungssystem ausgeführt.

In den beiden Weltkriegen im 20. Jahrundert blieb Chile weitgehend neutral. Nach Kriegsende flüchteten viele Nationalsozialisten nach Chile. 1945 gehörte das Land zu den Gründungsmitgliedern der Vereinten Nationen und trat 1948 der OAS bei. Das Frauenwahlrecht wurde ein Jahr später eingeführt.

1964 gewann Eduardo Frei Montalva als Kandidat der Christdemokratischen Partei die Wahl zum Präsidenten mit Wahlhilfe der USA. Er versuchte unter dem Motto „Revolution in Freiheit“, Sozialreformen mit der Beibehaltung der demokratischen Ordnung zu verbinden und den Spagat zwischen den radikalen Forderungen der Linken und der rigorosen Abwehr von Reformen durch die Rechten zu schaffen. Jedoch scheiterte er letztlich mit seinen wichtigsten Reformen.

Die Kräfte der Linken bildeten 1969 die Unidad Popular (UP), ein Wahlbündnis, dem neben der Kommunistischen und der Sozialistischen Partei kleine humanistische, linkschristliche und marxistische Parteien angehörten. Die UP vertrat eine sozialistische Linie, warb für die Verstaatlichung der Industrie und die Enteignung der Großgrundbesitzer. Dieses Bündnis stellte 1970 Salvador Allende als Präsidentschaftskandidaten auf, der schon zum vierten Mal kandidierte. Er wurde mit einer knappen Mehrheit von 37% gewählt. Als amtierender Präsident verstaatlichte er die wichtigsten Wirtschaftszweige (Bankwesen, Landwirtschaft, Kupferminen, Industrie, Kommunikation) und geriet dadurch in wachsende Konflikte mit der Opposition – obwohl die Verstaatlichungen von der Verfassung gedeckt waren. Auch in den USA stieß der Wahlsieg Allendes auf heftigen Widerstand. Durch den Boykott der USA, der westeuropäischen Staaten und der internationalen Konzerne wurde das gesamte politische System extrem labil.

Am 11. September 1973 kam es schließlich zum Militärputsch. Der Heereschef Augusto Pinochet übernahm die Macht an der Spitze einer Junta von Generälen der Streitkräfte. Präsident Allende soll Selbstmord im Präsidentenpalast begangen haben. Hunderte seiner Anhänger kamen in den Tagen nach dem Putsch ums Leben, Tausende wurden verhaftet. Unter der Militärdiktatur wurden die politischen Parteien verboten, das Parlament aufgelöst, Andersdenkende brutal verfolgt, ermordet oder ins Exil getrieben, die Pressefreiheit aufgehoben und gewerkschaftliche Aktivitäten unterdrückt. In den dünn besiedelten Wüstengebieten im Norden Chiles und in Patagonien errichtete das Militär Konzentrationslager. Die Wirtschaft des Landes wurde nach dem Modell des Neoliberalismus vollkommen umstrukturiert, ausländische Investitionen gefördert, Zölle abgebaut und das Land dem Weltmarkt geöffnet. Der wirtschaftliche Aufschwung stellte sich erst relativ spät ein und zeitigte hohe soziale Kosten. Die Unterschiede zwischen Arm und Reich klaffen in Chile wieder deutlicher auseinander.

1988 wurde eine Volksabstimmung abgehalten bei der sich eine Mehrheit gegen eine weitere Amtszeit Pinochets Aussprach. 1989 fanden die ersten freien Wahlen im Zuge der Redemokratisierung nach 15-jähriger Diktatur statt. Der christdemokratische Präsident Patricio Aylwin begann mit bescheidenen Wirtschaftsreformen und bemühte sich, die verfeindeten politischen Lager zu versöhnen, um ein demokratisches Zusammenleben zu ermöglichen. Behutsam begann er mit der Aufarbeitung der Verbrechen der Militärdiktatur: Im November 1993 standen erstmals Offiziere wegen Menschenrechtsverletzungen vor Gericht. Viele Exilanten kehrten in ihre Heimat zurück. Pinochet trat 1998 als Heereschef ab und wurde im gleichen Jahr in Großbritannien verhaftet. Später wurde er unter Hausarrest gestellt und 2000 aus gesundheitlichen Gründen entlassen.

Nach Ricardo Lagos Amtszeit von 2000 bis 2006, wurde die Sozialistin Michelle Bachelet 2006 zur ersten Präsidentin in der Geschichte des Landes gewählt.

 

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Bevölkerung

Insgesamt leben in der Republik Chile 16.433.000 Menschen. Den größten Bevölkerungsanteil machen mit rund 95% die Nachfahren von Indigenen und Europäern aus. Die restlichen 5% setzen sich aus den indigenen Stämmen der Mapuche, Aymara und der Rapanui zusammen, wobei erstgenannte deutlich überwiegen. Es muss an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass diese Zahlen kulturelle Identitäten widerspiegeln und hier keine biologistische Einteilung der lateinamerikanischen Gesellschaften vorgenommen werden soll.

Diese Bevölkerungsstruktur spiegelt sich ebenfalls im Sprachgebrauch wider. Daher ist Spanisch die alleinige Amtssprache; es werden jedoch weitere indigene Sprachen gesprochen. Die bekannteste ist Mapudungun der Mapuche in Südchile, daneben sind in Nordchile Aymara und auf der Osterinsel Rapanui verbreitet.

Für die indigenen Minderheiten werden Verbesserungen angestrebt. Die 1993 gegründete CONADI (Nationale Gesellschaft zur indigenen Entwicklung) verfügt u. a. über Mittel für Kauf und Rückgabe von Land an Indigene. Anfang 2008 wurde ein Präsidialbeauftragter für Angelegenheiten der Indigenen ernannt. In den traditionellen Siedlungsgebieten der Mapuche im Süden gibt es weiterhin strukturelle Armut und Unterentwicklung sowie immer wieder örtliche Auseinandersetzungen. Bei Straftaten von Mapuche werden z. T. die deutlich schärferen Antiterroristengesetze angewandt.

 

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Politik

Die Republik Chile ist eine Präsidialdemokratie mit einer in der Verfassung verankerten und verwirklichten Gewaltenteilung. Der Staatspräsident bestimmt die Richtlinien der Politik. Er ernennt und entlässt die Mitglieder des Kabinetts und die Inhaber weiterer wichtiger Staats- und Verwaltungsämter. Der Staatsaufbau ist zentralistisch. Das Land ist in 15 Regionen untergliedert, diese wiederum in 53 Provinzen und 346 Gemeinden.

Chile verfügt über ein Zwei-Kammer-System. Der Senat hat 38 Mitglieder, die Abgeordnetenkammer 120. Senatoren werden für acht Jahre, Abgeordnete für vier Jahre nach Listen im so genannten "binominalen Wahlverfahren" gewählt, d. h. jeder der 19 Senats- bzw. 60 Abgeordnetenkammer-Wahlkreise entsendet zwei Vertreter.

Die chilenische Parteienlandschaft hat sich durch dieses Wahlverfahren, das Listenverbindungen zu Gute kommt, in den letzten Jahren de facto zu einem bipolaren System mit zwei großen politischen Blöcken entwickelt. Kleinere Parteien spielen nur eine untergeordnete Rolle.

Die seit 1990 regierende Koalition „Concertación" bildete nach den letzten Wahlen 2005 erneut die Regierung. Die „Concertación“ ist ein Mitte-Links-Bündnis aus Christdemokraten (PDC), der Partei für die Demokratie (PPD), der Sozialistischen (PS) und der Sozialdemokratischen Partei (PRSD). Die Oppositionskoalition "Alianza" umfasst die Parteien  Renovación Nacional (RN) und Union Demócrata Independiente (UDI). Weiterhin gibt es sowohl im Senat als auch in der Abgeordnetenkammer unabhängige Abgeordnete.
Nach mehreren Parteiaustritten bzw. -ausschlüssen verlor die Regierungskoalition Ende 2007 in beiden Kammern ihre Mehrheit, so dass sie seitdem die Unterstützung oppositioneller bzw. unabhängiger Abgeordneter benötigt. In den Kommunalwahlen am 26. Oktober 2008 erzielten die Regierungsparteien bei den Wahlen für die Gemeindeverordneten insgesamt mehr Stimmen als die Oppositionsparteien, bei den Bürgermeisterwahlen war es umgekehrt.

Die innenpolitische Lage ist vom beginnenden Wahlkampf für die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen (11. Dezember 2009) beeinflusst. Die Staatspräsidentin, deren Amtszeit nach einer Verfassungsänderung jetzt 4 Jahre beträgt, kann nicht unmittelbar wiedergewählt werden. Präsidentschaftskandidat der Regierungskoalition ist Eduardo Frei Ruiz-Tagle (PDC), der bereits von 1994-2000 Staatspräsident war. Für die Oppositionskoalition kandidiert der Unternehmer Sebastian Piñera (RN).

 

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Wirtschaft

Der chilenische Binnenmarkt zählt mit rund 16,8 Mio. Einwohnern zu den kleineren Märkten der Welt. Klassische Industrieproduktion (Maschinenbau, Fahrzeugbau, Schiffbau, Flugzeugbau, usw.) haben lediglich nachrangige Bedeutung.

Chile verfügt über die weltweit größten Kupferreserven. In der Atacamawüste lagern auch Salzvorkommen, die für mehrere Jahrtausende reichen. Das dort abgebaute Salz ist – wie das Kupfer – ein wichtiges Exportprodukt Chiles.
Daneben steht eine Vielzahl an kleinen und mittelständischen Unternehmen, die den größten Teil der chilenischen Arbeitnehmer beschäftigen. Den größten Anteil an der Wertschöpfung hat dabei der Dienstleistungssektor. Ausländische Unternehmen sind in Chile in der Regel mit Vertrieb und Service vertreten.

Die Tourismus-Branche gewinnt weiter an Bedeutung. Die Zielgruppen reichen von Rucksacktouristen bis zu Kreuzfahrtreisenden.

Als weitere Wachstumsmärkte sind besonders Bergbau, Energiewirtschaft, Nahrungsmittelindustrie, Agrarindustrie und Infrastruktur zu nennen. Die starke Abhängigkeit von der weltweiten Nachfrage nach Rohstoffen bleibt aber eine Achillesferse für die weitere Entwicklung. Die chilenische Regierung versucht gegenwärtig, durch eine gezielte Innovationsstrategie Forschung und Entwicklung zu stärken, nicht zuletzt um die Wirtschaft zu diversifizieren und nachhaltiger zu gestalten.

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Probleme

Der Bevölkerungsanteil der Menschen, die in absoluter Armut leben, liegt in Chile "nur" bei 5,6%. Jedoch zeigen Untersuchungen, dass die Barrieren zwischen den sozialen Schichten immer noch sehr hoch sind. Besonders die Situation der indigenen Bevölkerung ist sehr schwierig und von Armut und Chancenlosigkeit geprägt.

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Kultur

Die Kultur Chiles wurde stark von Europa beeinflusst. Im frühen 19. Jahrhundert wanderten viele englische und irische sowie deutsche Siedler hierher aus.  Hinzu kommt, dass viele intellektuelle Chilenen seit Jahrhunderten in Paris ausgebildet werden und ihr Einfluss wird in allen Kulturbereichen sichtbar. Wichtige Kunstgalerien, Museen und eine lebendige Theaterszene sind das Resultat.
Nicht nur der europäische Einfluss ist von Bedeutung sondern auch die Traditionen der Mapuche als ausgedehntes indigenes Volk.

Kunst:

Roberto Matta (1911-2002) war ein großer surrealistischer Maler des 20. Jahrhunderts und Freund von Salvador Dalí und Federico García Lorca.

Schriftsteller:

Isabel Allende (*1942) ist die wohl bekannteste zeitgenössische Schriftstellerin Chiles. Ihre Romane wie Das Geisterhaus oder Fortunas Tochter sind weltweit verlegt worden. Viele ihrer Bücher sind stark autobiografisch geprägt. Sie ist die Nichte des früheren Präsidenten Salvador Allende.

Gabriela Mistral (1889-1973), Dichterin und Nobelpreisträgerin 1945, schrieb in ihren Gedichten über Liebe, Tod und Hoffnung, nachdem ihr Geliebter Romelio Ureta Selbstmord begangen hatte. Später arbeitete sie im diplomatischen Dienst Chiles.

Pablo Neruda (1904-1973) ist ein weltbekannter Dichter, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1971). Er verfasste vor allem soziale und politische Lyrik und arbeitete als Botschafter in Frankreich für die Regierung von Salvador Allende. Er starb kurz nach dem Militärputsch 1973 an Krebs. Sein Begräbnis wurde zur ersten öffentlichen Demonstration gegen das Militärregime.

Antonio Skármeta (*1940), Schriftsteller und Anhänger von Salvador Allende, verließ nach dem Militärputsch 1973 das Land. Er verfasste Romane und Erzählungen, die sich oft mit der Militärdiktatur befassten. Von 2000 bis 2003 war er chilenischer Botschafter in Berlin, wo er auch während seines Exils gelebt hatte.

Musik:

Víctor Jara (1932-1973) war ein politischer Sänger und zählt zu den großen Vertretern der „Nueva Canción“, einer breiten künstlerischen Bewegung in ganz Südamerika. Er unterstützte aktiv Salvador Allende und wurde während des Militärputsches von 1973 gefoltert und getötet.

Violeta Parra (1917-1967) begründete die „Nueva Canción Chilena“. Die Sängerin  wuchs in Armut auf, komponierte schon früh eigene Folklorelieder und begann in den fünfziger Jahren, traditionelles Liedgut zu sammeln und zu dokumentieren. Ihre eigenen Werke hatten einen stärker politisch geprägten Charakter. Neben der Musik dichtete sie, malte, webte und schuf Skulpturen. Viele chilenische und internationale Künstler haben ihre Werke interpretiert. Ihr bekanntestes Lied ist Gracias a la vida.

Claudio Arrau (1903-1991), geboren in Chillán, ist der bedeutendste chilenische Pianist und eine der wichtigsten Musikerpersönlichkeiten der Nachkriegszeit. Seine Interpretation der Werke Beethovens, Schumanns und vieler anderer Komponisten des klassischen Repertoires sind bis heute Maßstab setzend.

Die Gruppen Illapu, Inti Illimani und Quilapayún machten die Musik der „Nueva Canción Chilena“ weltbekannt. Sie mussten nach dem Militärputsch lange Jahre im Exil verbringen, haben ihr musikalisches Spektrum beständig erweitert.

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Chile Karte

Geographie

Hauptstadt

Santiago (Santiago de Chile)

Fläche

756 096 km² einschließlich verschiedener Inseln im Pazifik

Grenzen

Peru, Bolivien, Argentinien

Küste

6.435 km

Meere

Pazifischer Ozean im Westen

Topographie

Atacamawüste, unzählige, oft noch aktive Vulkane, unberührter Regenwald in Patagonien, fast 6.000 m hohe Anden, zerklüftete Fjorde an der Pazifikküste, patagonische Eisfelder, Osterinsel, Teil der Antarktis

Klima

von Wüsten (Norden) über mediterrane (Mitte) bis zu gemäßigt feuchtkühlen Zonen (Süden)

Bevölkerung

Einwohnerzahl

16.595.000

Bevölkerungsdichte

22 Einwohner pro km²

Jährliches Bevölkerungswachstum

ca. 0,8 %

Geburtenrate

14,82 Geburten / 1.000 Einwohner

Politik

Staats- und Regierungschef

Michelle Bachelet Jeria (Partido Socialista Chile), Außenminister Alejandro Foxley Rioseco (PDC)

Staats- und Regierungsform

Präsidialrepublik (14 Regionen + Hauptstadtregion)

Letzte Wahl

Dez. 2009

Nächste Wahl

2014

Regierungspartei

Concertación de los Partidos por la Democracia (PDC, PPD, PRSD, PS)

Parteien im Kongress

Partido por la Democracia – PPD, Partido Demócrata Cristiano – PDC, Partido Radical Socialdemócrata – PRSD, Unión Demócrata Independiente – UDI, Renovación Nacional – RN

Verfassung

1980

Wirtschaft

Ressourcen

Kupfer, Nutzholz, Eisenerz, Nitrate, Edelmetalle, Molybdän, Weizen, Mais, Gerste, Kartoffeln, Wein, Tabak

Hauptexportprodukte

Kupfer, Kupfererz, Gemüse, Früchte, Fisch, Papierhalbstoffe, Kork, Holz, Wein, Salz

Industrie

Kupfergewinnung und Kupferverarbeitung, Erzgewinnung, Nahrungsmittelindustrie, Kunststoffindustrie, Fischverarbeitung, Landwirtschaft, Milchprodukte,  Holz und Holzprodukte, Metallverarbeitende Industrie, Zement, Textilien

Währung

1 Chilenischer Pes (chil$) = 100 Centavos

Sozialindikatoren

Bevölkerung unterhalb der absoluten Armutsgrenze

5,6 %

Lebenserwartung

77,15 Jahre

Kindersterblichkeitsrate pro 1000

--

Analphabetenquote

3,8 %

Kultur

Ethnien

95,4% Nachfahren von Europäern, sowie Europäern und Indigenen, 4,6% Indigene (93% Mapuche, 5% Aymara, 2% Rapanui)

Sprache

Spanisch; indigene Sprachen

Religion

72% Katholiken, ca. 13% Protestanten; Minderheiten von Bahai, Juden, Anhängern indigener Religionen

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