Ein kurzer Überblick (Zahlen und Fakten)
Peru liegt im Westen Südamerikas, südlich von Ecuador und Kolumbien und nördlich von Chile. Im Westen wird das Land vom Pazifischen Ozean begrenzt, im Osten von Brasilien und Bolivien. Es befindet sich zwischen dem Äquator und dem 18. südlichen Längengrad und gehört zur intertropischen Zone. Mit einer Fläche von 1.285.220 km² ist Peru nach Brasilien und Argentinien das drittgrösste Land Südamerikas und circa dreieinhalbmal so groß wie Deutschland. Peru wird geographisch in 3 natürliche Regionen unterteilt: Costa, Sierra und Selva. Im Westen befindet sich die wüstenartige Küstenebene mit wenigen Flussoasen, die im Zentrum in das zentrale Hochland der Anden übergeht. Die Anden mit ihren Höhenzügen und tiefen Tälern prägen den größten Teil des Landes. Östlich der Anden erstreckt sich die Region des Regenwaldes; der peruanische Urwald mit dem Amazonasbecken bedeckt circa 60% des Territoriums. Das Klima ist sehr vielfältig: Heiß und trocken mit ausgedehnten Nebellagen in der Küstenebene, gemäßigt bis kalt in den Höhenlagen der Anden und feucht-heiß im Regenwald des Amazonas.
Die Besiedlung Perus begann vor etwa 20.000 Jahren, als sich die ersten Vor-Inka-Kulturen entlang der Küste und der Sierra von Peru niederließen. Sie zeichneten sich durch ihre ungewöhnliche rituelle Keramik, eine überraschende Anpassung an ihre Umwelt und einen ausgezeichneten Umgang mit den natürlichen Ressourcen aus.
Die Inka-Kultur (1500 n. Chr.) war die bedeutendste Hochkultur Südamerikas. Ihre wirtschaftliche Organisation und Verteilung des Reichtums, ihre künstlerischen Zeugnisse und Architektur beeindruckten schon die ersten Chronisten. Sie verehrten die Mutter Erde (Pachamama) und die Sonne (Inti). Der Inka, der Herrscher des Inka-Reiches Tahuantinsuyo, war heilig und galt als Sohn der Sonne, daher berichten die Legenden über den Ursprung der Inkas davon, wie die Sonne ihre Söhne schickt, um Cusco, die heilige Stadt und Zentrum des Reiches, zu gründen. Die Expansion der Inkas wird ihrem außerordentlichen Organisationsgeschick zugeschrieben. Die Inkas unterwarfen große Teile der Bevölkerung und konsolidierten auf diese Weise die Ausbreitung des Reiches, indem sie zugleich auf die Kenntnisse der regionalen Kulturen zurückgreifen konnten, die sich zuvor entwickelt hatten. Insgesamt breitete sich das Inka-Reich im Norden bis zum heutigen Kolumbien und im Süden bis nach Chile und Argentinien aus, einschließlich des Territoriums von Bolivien und Ecuador.
Das Zusammentreffen der Inka mit der spanischen Kultur begann mit der spanischen Eroberung im 16. Jahrhundert. Im Jahr 1532 nahmen die Truppen Francisco Pizarros den Inka-Herrscher Atahualpa gefangen. Daraufhin nahm die indigene Bevölkerung in den ersten Jahrzehnten nach der Eroberung rapide ab, und nach einer Auseinandersetzung zwischen den Konquistadoren selbst und der spanischen Krone wurde im Jahr 1542 das Vizekönigreich Peru gegründet. Die spanische Herrschaft verfestigte sich im späten 16. Jahrhundert, in dem der Grundstein für die Kolonialwirtschaft gelegt wurde: Die mita. Durch dieses System der Tributleistung wurden die Indigenen zur Arbeit im Bergbau gezwungen. Das heißt sie bekamen keinen Lohn, sondern wurden vom Staat lediglich verpflegt. Bis zum 17. Jahrhundert umfasste das Vizekönigreich ein Territorium, das sich von Panama bis Feuerland erstreckte. Doch der Dynastiewechsel und die bourbonischen Reformen im 18. Jahrhundert sorgten für Unzufriedenheit in weiten Bereichen der Gesellschaft. Der bedeutendste indigene Aufstand war der von Túpac Amaru II., mit dem sich die Kreolen-Bewegung zu bilden begann, die im 19. Jahrhundert die Unabhängigkeit Lateinamerikas erreichte.
Peru wurde im Jahr 1821 von José de San Martín zum unabhängigen Staat erklärt, und 1824 beendete Simón Bolívar den Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien. Die junge Republik brachte große Opfer, um die Kosten des Kampfes zu finanzieren und eine neue Organisation zu schaffen, doch im Laufe des 19. Jahrhunderts erlitt das Land eine harte wirtschaftliche Krise und militärische Machthaber, die den zivilen Regierungen sehr wenig Spielraum zur Herrschaftsgestaltung ließen. Gegen 1860 verbesserte sich die wirtschaftliche Lage dank der Einkünfte aus Guano (einem Naturdünger, auf den Peru das Monopol besaß), Baumwolle und Zucker. Die Zwangsarbeit der Indigenen und die Sklaverei der Schwarzen wurden abgeschafft. Das Land vereinigte sich durch den Bau von Eisenbahnen und mit Manuel Pardo als Präsidenten organisierte sich die erste zivile Regierung Perus. Doch im Jahr 1879 begann der so genannte Salpeterkrieg gegen Chile, in dem Peru eine Niederlage erlitt und in eine schwere wirtschaftliche Krise geriet. Nach einem neuen Höhepunkt der Militärherrschaft kehrten die zivilen Regierungen zurück und es begann die Periode der „aristokratischen Republik“, in der die Elite der Großgrundbesitzer die Wirtschaft beherrschte und ein Exportmodell einführte, das durch den Boom des Kautschuk-Abbaus den Mythos von El Dorado erneuerte.
Die ersten Jahre des 20. Jahrhunderts waren von der langen zivilen Diktatur unter Augusto B. Leguía geprägt. Sein Projekt das Land zu modernisieren und Prestigebauten für ein „neues Vaterland“ zu errichten, wurde durch die Verschuldung des Staates organisiert; nach der Wirtschaftskrise von 1929 war das Land jedoch zahlungsunfähig. Nach dem Fall Leguías begann eine Phase interner Konflikte unter den Regierungen Prado (1939) und Bustamante y Rivero (1945), bis zum Wiederaufstieg des Militarismus 1948 unter der Militärregierung von Manuel A. Odría. Nach dem überraschenden Rücktritt Odrías im Jahr 1956 folgten die zivilen Regierungen unter Manuel Prado und Fernando Belaúnde, die von wirtschaftlichem Aufschwung, aber auch von fehlenden sozialen Reformen und einer angespannten politischen Lage geprägt waren. 1968 setzten die Streitkräfte Fernando Belaúnde durch einen Staatsstreich ab. Unter der Führung des Generals Juan Velasco entwickelte sie eine Politik der Ausweitung der Staatstätigkeit, die die wichtigen Probleme des Landes lösen und die Verarmung der Bevölkerung überwinden sollte. Mit diesem Ziel wurde das Erdöl verstaatlicht und eine Landreform durchgeführt. 1980 wurde Belaúnde erneut gewählt, doch die Krise, die die ärmsten Sektoren des Landes durchlebten, führte zu der Entstehung zweier aufständischer Bewegungen (das Movimiento Revolucionario Túpac Amaru und der Sendero Luminoso), die fünfzehn Jahre lang Peru mit ihrer Gewalt erschütterten. Nach der ersten Regierungszeit Alan Garcías (1985-1990) wurde 1990 Alberto Fujimori zum Präsidenten gewählt. Dieser löste 1992 das Parlament auf und rief eine Notstandsregierung aus. Nach seiner dritten Wiederwahl im Jahr 2000 verlangte die Bevölkerung demokratische Neuwahlen und im Juli 2001 trat Dr. Alejandro Toledo Manrique das Amt als verfassungsmäßiger Präsident der Republik an. Nach Ablauf seiner Amtszeit fanden 2006 erneut Präsidentschaftswahlen statt, bei denen Dr. Alan García (Alianza Popular Revolucionaria Americana - APRA) für den Zeitraum von 2006 bis 2011 gewählt wurde.
Peru hat 27,9 Millionen Einwohner, davon sind rund 45 % indigener Abstammung. Diese gehören überwiegend zu den Quechua (40 %) und Aymará (5 %) sprechenden Völkern. 37 % der Einwohner sind Mestizen, 15 % sind europäischer Abstammung und die übrigen 3 % sind teils afrikanischer, teils asiatischer Abstammung. Es muss an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass diese Zahlen kulturelle Identitäten widerspiegeln und hier keine biologistische Einteilung der lateinamerikanischen Gesellschaften vorgenommen werden soll.
Die durch Landflucht ausgelöste hohe Zuwanderung in die Hauptstadt, in der rund ein Drittel der Bevölkerung leben, hat große soziale Probleme zur Folge: Ein erheblicher Teil vor allem der indigenen Bevölkerung in Lima lebt unterhalb bzw. am Rande der Armutsgrenze. Aufgrund von Gegensätzen in den ethnischen Kulturen und sozio-politischen Disparitäten, kommt es zu einer ungenügenden Versorgung der Bevölkerung. Nahrungsmittelimporte und somit hohe Devisenausgaben folgen. Rund zweieinhalb Millionen Peruaner leben aufgrund einer anhaltenden Auswanderung im Ausland, vor allem in den USA, Europa und Japan.
Die Geburtenrate beträgt 20,87 Geburten auf 1.000 Einwohner, das heißt durchschnittlich bekommt eine peruanische Frau 2,56 Kinder. Die Säuglingssterblichkeit liegt bei 31,94 Sterbefällen/1.000 Geburten. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 70 Jahre, das jährliche Bevölkerungswachstum rund 1,4 Prozent.
Die Peruaner sind zu 88 % römisch-katholische Christen und zu circa 7 % protestantischen Glaubens, hinzu kommt eine geringe Anzahl anderer christlicher Gruppen und Religionen.
Die Regierung ist repräsentativ, dezentralisiert und nach dem Prinzip der Gewaltenteilung aufgebaut. Zu den vorrangigen Interessen des Staates gehören die Verteidigung der staatlichen Souveränität, der Schutz der Bevölkerung vor Bedrohung ihrer Sicherheit sowie die Förderung des Allgemeinwohls. In der Realität jedoch bestehen trotz einiger außenwirtschaftlicher Erfolge schwerwiegende politische, soziale und wirtschaftliche Probleme. Obwohl sich Peru seit 1980 als Präsidialrepublik bezeichnet, ist der Demokratisierungsprozess bis jetzt wenig gefestigt. So musste die Internationale Förderung für Menschenrechte während der Wahlkampagnen im Jahr 2000 erhebliche Unregelmäßigkeiten feststellen. Zudem ist die angestrebte Dezentralisierung und Regionalisierung des Landes bisher nicht über Ansätze hinweg gekommen. Die staatlichen Einkünfte fließen weiterhin nach Lima und werden von den dortigen staatlichen Organisationen den einzelnen Gemeinden zugeteilt.
Nach der Verfassung von 1993 wird alle fünf Jahre ein Staatspräsident vom Volk gewählt, der nicht wiedergewählt werden kann. Zu den weitreichenden Aufgabengebieten des Präsidenten gehören die Vertretung des Staates nach innen und außen, die Führung der allgemeinen Regierungspolitik, die Einberufung der Wahlen zum Amt des Präsidenten und des Kongresses sowie die Erfüllung und Wahrung der Verfassung und der Gesetze.
Am 9. April 2006 fanden in Peru die Präsidentschaftswahlen statt. Da keiner der Kandidaten über die notwendige absolute Mehrheit verfügte, kam es am 4. Juni 2006 zu einer Stichwahl zwischen den Präsidentschaftskandidaten Ollanta Humala (Unión por el Perú - UPP) und Alan García (APRA). Dabei gewann Alan García mit 52,62 % der Stimmen. Ollanta Humala gewann zwar in der Mehrheit der Departamentos, García konnte jedoch insgesamt einen höheren Anteil der Bevölkerung für sich gewinnen. Vor allem in der Hauptstadt und in den Departamentos an der Küste, wo die wirtschaftliche Situation der Bevölkerung besser ist, wurde García mit Mehrheit gewählt. Ollanta erhielt hingegen die Stimmen der ärmeren Teile des Landes in der Selva und der Sierra.
Im Oktober 2008 traten Ministerpräsident Jorge del Castillo und das gesamte Kabinett nach Korruptionsvorwürfen zurück. Präsident Alan García akzeptierte das Rücktrittsgesuch seines Regierungschefs. Neuer Premierminister des Landes seit Oktober 2008 ist Yehude Simon.
Die Wirtschaft Perus spiegelt die Mannigfaltigkeit des Landes wider. Das trockene Küstengebiet, die zerklüfteten Bergregionen der Anden und die östlich anschließenden feucht-heißen tropischen Waldgebiete am Amazonas erschweren den Transport und die Kommunikation. Peru besitzt in den Anden ausgedehnte Vorkommen an Bodenschätzen und reiche Fischgründe vor der Küste. Als Folge davon ist Perus Wirtschaft stark abhängig von den fluktuierenden Weltmarktpreisen für Rohstoffe. Das Land ist in einem dichten Straßennetz gut erschlossen, doch abseits der wichtigsten Verkehrsrouten sind die meisten Straßen nicht asphaltiert, rumplig und in der Regenzeit häufig unpassierbar. Dadurch und durch die defizitäre Infrastruktur in Bereichen der Energieversorgung und Telekommunikation wird der Handel behindert und somit fehlen dringend benötigte Investitionen ausländischer Kapitalgeber. Trotz einer bescheidenen wirtschaftlichen Weiterentwicklung in den letzten fünf Jahren bleiben Arbeitslosigkeit und Armut nach wie vor Perus großes Problem.
Peru produziert an landwirtschaftlichen Gütern Kaffee, Baumwolle, Zuckerrohr, Reis, Kartoffeln, Mais, Trauben, Orangen, Kakao, Geflügel, Rindfleisch, Milchprodukte und Fisch. Die industrielle Produktion umfasst den Bergbau, die Verarbeitung von Metallen und Mineralien, die Gewinnung von Erdöl und Erdgas, den Fischfang und die Fertigung von Textilien, Stahl und Metallwerkzeugen. Exportiert werden Kupfer, Gold, Zink, Rohölprodukte und Kaffee. Diese Produkte werden vor allem in den bewohnten Gebieten im Westen angebaut, in denen nur durch künstliche Bewässerung Landwirtschaft betrieben werden kann. Die großen Gebiete der Selva werden hingegen kaum landwirtschaftlich genutzt. Dort wird größtenteils Subsistenzwirtschaft betrieben. Hauptpartner beim Export sind die USA, China, Großbritannien, Chile und Japan. Importiert werden Verbrauchsgüter jeder Art, Maschinen und Ersatzteile, Treibstoffe, Kunststoffe, Fahrzeuge, Eisen und Stahl, Weizen und Papier, vor allem aus den USA, Spanien, China, Brasilien und Kolumbien.
Ökotourismus bietet sich an, da es viel unberührte Natur gibt, vor allem im Regenwald im Osten des Landes. Die Anden bieten Wanderungen bei Huaraz und Cusco sowie Machu Picchu, eine der beliebtesten archäologischen Stätten Südamerikas und seit 2007 offiziell unter den 7 neuen Weltwundern. Auch der Titicacasee ist ein touristisches Highlight.
Kunst:
Die Stadt Cusco war ein wichtiges Zentrum der religiösen Malerei für ganz Südamerika. Dort entwickelten die Maler einen eigenen Stil, indem sie vor allem Heilige, die in Begleitung von Tieren dargestellt wurden, mit Szenen aus dem Leben der Hirten des Andenhochlands kombinierten. Mit ähnlichen Motiven wurden auch Figuren aus Stein oder Gips hergestellt (retablos) und in kleinen Holzkästchen, den cajas de Sanmarcos, aufgestellt.
Ein anderer Schwerpunkt der peruanischen Volkskunst war die Kürbisschnitzerei. Dabei wurden Schmuckkästchen, Puder- und Zuckerdosen mit Szenen aus dem städtischen Leben dekoriert. Zentrum der Herstellung von Schnitzereien und retablos war die Stadt Ayacucho. In ihrer Region wurden als Schutzsymbole kleine Kirchen aus Ton auf den Hausdächern angebracht. Daraus entwickelte sich dann, besonders im Ort La Quina, ein eigener keramischer Stil: Rote Töpferware wurde nicht glasiert und ausschließlich mit weißer Farbe bemalt.
Auch zwei bekannte peruanische Maler der Gegenwart, Amilcar Salomón Zorilla und Florentino Laime Mantilla verwenden von indigenen Kulturen beeinflusste Motive. Zudem dient diese Volkskunst oft auch dem Ausdruck politischer Konflikte: So haben Nicario Jiménez und andere Künstler in den 1980er Jahren retablos, Skulpturen und Wandbehänge geschaffen, in denen die von beiden Seiten verübte Gewalt des Krieges mit dem Sendero Luminoso dargestellt wurde.
Schriftsteller:
Das vermutlich älteste Werk der peruanischen Literatur ist Apu Ollantay, ein Drama das als klassisches Werk der kolonialperuanischen Quechua-Literatur gilt. Es wurde im 18. Jahrhundert viel am Theater zu Cusco aufgeführt und im 19. Jahrhundert wiederentdeckt. Der Text des Stückes ist vollständig auf Quechua, ohne spanische Lehnwörter, jedoch ist der Handlungsstrang stark vom spanischen Drama beeinflusst.
Der wohl bekannteste Autor Perus ist Mario Vargas Llosa; er zählt zu den angesehensten Schriftstellern der nueva novela und erhielt 1994 den Cervantes-Preis - Spaniens bedeutendsten Literaturpreis - für sein Gesamtwerk. In seinen Romanen versucht er die Vielfältigkeit subjektiver Wahrnehmungen wiederzugeben; dem wirklichen Leben stellt er dabei immer wieder eine erstrebenswertere Fiktion gegenüber.
Ricardo Palma schuf im 19. Jahrhundert die Literaturgattung tradiciones, die eine Mischung aus Fiktion und Geschichte darstellt. Clorinda Matto de Turners Romane waren vor allem von der Kultur der Inka geprägt. Außergewöhnliche Werke schrieb der Lyriker César Vallejo im 20. Jahrhundert. Besonders bekannt wurde Vallejos Trilce, das erstmals 1922 erschien. Weitere bedeutende peruanische Autoren des 20. Jahrhunderts waren José María Arguedas, Julio Ramón Ribeyro, Manuel Scorza, Sergio Bambaren und Alfredo Bryce Echenique.
Musik:
Musik ist ein wichtiger Bestandteil der peruanischen Kultur. Die Quena (Andenflöte), die Panflöte (Zampoña oder Ziku), der Cajón und die klassische Gitarre sind weit verbreitet.
Das bekannteste Lied Perus ist El Cóndor Pasa des peruanischen Komponisten Daniel Alomía Robles (1913 komponiert), das durch zahlreiche Coverversionen auch international beliebt wurde.
Neben traditionellen Musikgattungen wie die Musik der Gruppe Cantos del Pueblo ist Rockmusik seit den 50er-Jahren sehr populär. Líbido ist ein Beispiel für eine peruanische Pop/Rockband. Derzeit beliebte peruanische Metal/Grunge/Punk/Rockbands sind etwa Ni Voz Ni Voto, Por Hablar, Leuzemia und La Sarita. Weitere verbreitete Musikrichtungen sind auch noch der Huayno und die Cumbia Andina, auch unter dem Namen Chicha bekannt.
Die peruanische Küche gilt als ausgesprochen vielseitig. Die geografischen Unterschiede zwischen Küste, Hochland und Regenwald und die damit verbundenen Ernährungstraditionen der vorkolumbischen Bewohner Perus verbinden sich mit der zum Teil arabisch beeinflussten Küche der spanischen Eroberer. In der Mitte des 19. Jahrhunderts entstand durch chinesische Migranten eine spezielle peruanisch-chinesische Küche (Chifa). Durch schwarze Sklaven wurden auch afrikanische Elemente in die peruanische Küche eingebracht.
Typische Gerichte sind zum Beispiel:
· Ceviche: Roher Fisch oder Meeresfrüchte, seltener auch Fleisch, die in Limonensaft mariniert und mit ebenfalls sauer marinierten Zwiebeln serviert werden.
· Arroz con Pollo: Reis mit Huhn.
· Estofado: Ein Eintopf aus Fleisch, Kartoffeln, Mais und Möhren mit einer scharfen Käse-Paprika-Sauce.
· Papa a la huancaina: Kartoffelstücke mit einer scharfen Käsesoße.
· Pachamanca: Quechua für „Erdtopf“, in Erdgruben zubereitetes Fleisch und Gemüse.
· Lomo saltado: Mit Zwiebeln und Paprika gebratene Rindfleischstücke.
· Choclo con queso: Gekochter Maiskolben mit Käse.
Das bekannteste alkoholhaltige Getränk Perus und gleichzeitig eine geteilte Tradition mit Chile ist der Pisco; weitere in Peru sehr beliebte Getränke sind die Chicha (eine Art Bier auf Maisbasis) und Inca Kola (Limonade).
Allgemeine Links zu Peru
Lima
1.285.216 km²
Ecuador, Kolumbien, Brasilien, Bolivien, Chile
2.414 km
Pazifischer Ozean im Westen
Anden mit hohen Bergen, tiefen Schluchten und weiten Gebirgswüsten, die langgestreckte Pazifikküste, das Tiefland mit trockenen, heißen Wüsten im Norden und Süden, weite Nebelgebiete im Küstenbereich, dichter Urwald im Amazonasgebiet
regional sehr unterschiedlich, tropisch bis arktisch
27.589.000 (2008)
22 Einwohner pro km²
ca. 1,1 %
1,97 Kinder pro Frau
Alan García Pérez (APRA)
Jorge del Castillo Gálvez (APRA)
José García Belaúnde
Präsidialrepublik (25 Regionen + 194 Provinzen)
2006
2011
APRA (Alianza Popular Revolucionaria Americana)
UPP – Unión por el Perú
APRA – Alianza Popular Revolucionaria Americana
UN – Unidad Nacional, Alianza por el Futuro
Frente del Centro
Perú Posible
FIM – Frente Independiente Moralizador
1993
Gold, Kupfer, Zink, Blei, Eisenerze, Erdöl
Bergbauprodukte, Erdöl, Textilien, Agrarerzeugnisse, Konserven, Fisch, Guano, Kupfer, Gold, Zink, Rohölprodukte und Kaffee
Bergbau, Verarbeitung von Metallen und Mineralien, Gewinnung von Erdöl und Erdgas, Fischfang, Textilienproduktion , Stahl und Metallwerkzeugen
1 Neuer Sol (S/.) = 100 Céntimos
44,5% (2006)
70,44 Jahre
29,53
10,5 - 15%
45% Indigene, 37% Nachfahren von Indigenen und Europäern, 15% europäischer Abstammung; Minderheiten von Afro-Peruanern, Japanern, Chinesen
Spanisch, Quechua und Aymará als Amtssprachen, außerdem rund 100 weitere indigene Sprachen
90% Katholiken; Protestanten, indigene Religionen