Peru

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Dr. Julian untersucht Kind

Ein Recht auf Leben und Gesundheit

Peru: Ein Recht auf Leben und Gesundheit

Der kleine dreijährige Fernando kann nicht laufen. Er wird von seiner Mutter auf dem Rücken getragen. Er ist unterernährt und sieht jünger aus als er ist.

Fernando ist schon seit einiger Zeit krank. Er hat fiebrige Augen und ist kraftlos. Seine Eltern wissen nicht, wie sie ihm helfen können. Deswegen sind sie nach Santo Toribio gekommen, einem Dorf im Distrikt Matacoto der Region Yungay in den Anden von Peru. Sein Vater kommt gerade vom Feld und hat noch die Feldhacke in der Hand.

Wartende Familien

Sie warten mit vielen anderen alten und jungen Menschen auf Dr. Julian, den Arzt, und Pablo, den Krankenpfleger der Organisation OLAEZ. Durch das Radio Americana haben sie erfahren, dass wieder einmal ein Arzt in das weit entfernte und auf über 3.000 m Höhe gelegene Dorf kommt. Sie kommen zu Fuß, denn hier oben fährt kein Bus mehr.

Die Organisation OLAEZ bietet eigentlich die Reihenuntersuchungen nur für Kinder bis 15 Jahre und für schwangere und stillende Mütter an. Doch es kommen auch andere Frauen, Jugendliche und alte Menschen. Sie kommen aus der ganzen Region und haben zum Teil stundenlange Fußmärsche hinter sich. Kein anderer Arzt kommt bis zu ihnen in die Berge, und die örtliche Krankenstation hat schon längst zugemacht.

Reihenuntersuchung

Dr. Julian stellt fest, dass der kleine Fernando an der Bartonella, dem Schützengrabenfieber, leidet. Nun ist schnelles Handeln gefragt. Wird Fernando nicht sofort in das nächstgelegene Krankenhaus gebracht, wird er sterben.

Die Eltern sind verzweifelt. Sie können den Jungen nicht ins Krankenhaus bringen. Sie haben noch vier weitere Kinder und es wartet die Arbeit auf dem Feld. Der Krankenpfleger Pablo erklärt sich bereit, Fernando in das Krankenhaus zu bringen, denn er hat ein Recht auf Leben – und er wird überleben.