María ist zwei Jahre alt und damit das jüngste von vier Kinder. Ihre Eltern arbeiten als Tagelöhner auf den Baumwollfeldern, die das Dorf umgeben. Sie müssen María und ihre Geschwister oft viele Stunden lang alleine lassen um für das Einkommen der Familie zu sorgen. Marías älteste Schwester Rosa trägt dann die Verantwortung für die anderen. Aber auch sie ist noch ein Kind.
Die Kinder aus dem Dorf Centro Poblado Santa María Alta in der Provinz Cañete leiden oft an Mangelerscheinungen durch schlechte Ernährung und sind in ihrer Entwicklung nicht auf dem Stand ihrer Altersgenossen, da sie zu wenig gefördert werden. Notwendige Aufmerksamkeit und Förderung im frühen Stadium des Kindes ist sehr wichtig und eine Voraussetzung für seine erfolgreiche Zukunft.
Unsere Partnerorganisation „Asociación Alma Cápac“ hat auf die Initiative der Einwohner im Elendsviertel von Santa María Alta reagiert und möchte die Lebensqualität der Familien verbessern und die Entwicklung der Gemeinde unterstützen.
Daher soll ein Gemeindezentrum gebaut und eingerichtet werden. Tagsüber wird es als Kinderkrippe für Kinder von 0 bis 4 Jahren dienen und abends und am Wochenende als Versammlungspunkt für die Schulungen der Eltern der Gemeinde benutzt. Durch diese Maßnahme verbessert sich die Lebenssituation der Kinder und Eltern der Gemeinde grundlegend.
Dank des Projekts wird eine umfassende pädagogische Betreuung geleistet und Förderungsangeboten für die Kinder geschaffen. Darüber hinaus sollen auch für die Eltern Schulungen stattfinden. Ernährungswissenschaftlers und anderen Spezialisten werden die Schulungen für die Eltern durchführen, um diese für Themen wie Ernährung, Hygiene oder Erziehung zu sensibilisieren.
Die Gemeinde hilft bei dem Bau des Gemeindezentrums tatkräftig mit und die Betreuung wird von bestimmten Mütter, die besondere Schulungen über die Förderung von Kindern bekommen, übernommen. Langfrisitig können so in der Gemeinde die Zukunftsaussichten für die Kinder, aber auch die Hygiene- und Ernährungssituation aller Bewohner verbessert werden. Die Lebensqualität der Familien wird dadurch nachhaltig gesteigert und besonders die Frauen können effektiver ihre Arbeitszeit ausnutzen. Zudem erfahren sie eine Verbesserung ihrer Situation im Allgemeinen durch die aktive Teilnahme an der Gemeindearbeit.