Die Provinzhauptstadt Chincha Alta liegt 200 km südlich von Lima. Im August 2007 wurde die Region von einem starken Erdbeben getroffen, durch das rund 600 Menschen ihr Leben verloren. Durch das Beben hat sich die Lebenssituation der Bewohner der Elendsviertel zusätzlich verschlechtert.
Pablo stammt aus dem Elendsviertel El Salvador, er ist 2 Jahre alt. Seine Eltern müssen für den Lebensunterhalt ganzer Familien sorgen, deswegen haben sie nicht die Zeit, sich ausreichend um ihn zu kümmern. Damit sie ihn tagsüber nicht alleine lassen müssen, haben sie sich zusammen mit anderen Eltern für den Bau eines Kinderbetreuungszentrums stark gemacht.

Das Projekt, das sich aus dieser Eigeninitiative entwickelt hat, unterstützen wir zusammen mit unserer Partnerorganisation SEM, einer peruanischen Nichtregierungsorganisation, die sich die ganzheitliche Entwicklung der bedürftigsten Menschen zum Ziel gesetzt hat, damit diese selbst zu Protagonisten ihrer eigenen Entwicklung werden.
Geplant ist der Bau eines 260 m² großen Kinderbetreuungszentrums als Teil des Gemeindezentrums von El Salvador. Das Zentrum bietet Platz für 144 Kinder zwischen 4 Monaten und 6 Jahren. Es ermöglicht den Kindern regelmäßige Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Sie erhalten ein Frühstück und ein Mittagessen, welches die Eltern im Rotationsprinzip vorbereiten. Damit möglichst viele Kinder betreut werden können, erfolgt die Betreuung in zwei Schichten. Die Betreuung von Pablo und anderen Kindern der Gemeinde umfasst die motorische, die emotionale und die intellektuelle Kindesentwicklung. Außerdem werden die Kinder dreimal im Jahr von Ärzten untersucht.
Das Zentrum dient nicht nur der ganzheitlichen Entwicklung des Kindes, sondern auch als Schulungsort für die Eltern und die Gemeindemitglieder. Es werden Aufklärungskampagnen durchgeführt, die über unterschiedliche Themen, wie ausgewogene Ernährung, Entwicklung des Kindes, Präventivmaßnahmen etc. aufklärt. Die Eltern von Pablo und andere Eltern der Gemeinde beteiligen sich aktiv an den Projektaktivitäten.